by Greenpeace and friends

Wer will das die Welt bleibt wie sie ist, will nicht, das sie bleibt!

Erich Fried

Politisch - unpolitisch



"Politik interessiert mich nicht im geringsten. PolitikerInnen sind das Letzte", so und ähnlich äußern sich junge Menschen zu Politik. 

 

In der griechischen Antike bezeichnete man Menschen, die sich nicht am politischen Leben beteiligten, als Idiotes.

 

Obwohl dieser Wortsinn heute verloren gegangen ist, trifft er doch nach wie vor zu.
In Zeiten wie diesen den "Anderen" die Gestaltung der eigenen Zukunfts zu überlassen scheint wenig schlau.

Wenig verwunderlich sind es sind die gleichen jungen Menschen, die sich zu 85% vor der Zukunft fürchten.

Politik, im besten Sinne des Wortes, wäre die Gestaltung der Zukunft nach unseren eigenen Visionen.

Das sind Vorstellungen, die sich vermutlich deutlich von den Plänen von Coca Cola, Mitsubishi oder der Wallstreet unterschieden.  Doch während letztere täglich bei Bush, Barroso oder Schüssel intervenieren, resignieren viele BürgerInnen und überlassen die Zukunft den anderen. Meist den Falschen.

In einem demokratischen System heißt Politik machen auch, dafür zu sorgen, dass es UnterstützerInnen dieser Politik (= Wähler) gibt.
Das Bestreben WählerInnen zu "erschaffen",  durch ehrliche Aufklärung, durch attraktive Visionen, ist im letzten Jahrzehnt endgültig versiegt.

Es wird sich an den (vermeintlich schlechten) Geschmack der vermuteten Mehrheiten angepasst. Mut zur Vision ist nirgendwo zu sehen. Der Versuch, den Menschen reinen Wein einzuschenken,  gilt als strategische Dummheit. Politik ist zum Verwalten der Gegenwart verkommen. Politik muss wieder das Gestalten der Zukunft werden, unserer gemeinsamen Zukunft. Nicht gegen und in Abgrenzung von anderen, sondern gemeinsam, mit den Menschen und dem Rest der Schöpfung auf diesem Planeten, geleitet von einer globalen Ethik.  

Leider fühlen sich auch zukunftsveranwortliche PolitikerInnen gezwungen, ihre eigentlichen Absichten zu verstecken. Die "Wahrheit" kann mit billigen Wahlzuckerln eben nicht mithalten, zumindest solange die WählerInnen nicht anders wollen.

Deshalb ist das ehrliche Aufdecken der Sachlage, das Vertreten von klaren Meinungen und kühnen Visionen zugleich auch das Schaffen von WählerInnen für eine zukunftsfähige Politik abseits jeder parteipolitischen Färbung so wichtig. Da es bei den großen Wenden hin zu einer zukunftsfähigen Welt auch VerliererInnen geben wird, wehren sich diese heutigen "GewinnerInnen" mit gezielter Angstmache vor "Destabilisierung". 

Sie nutzen feinst inszenierte Propaganda, um Habenichtse gegen Habenichtse auszuspielen, die von Arbeitslosigkeit bedrohte WienerIn gegen die MigrantIn aus Afrika. Noch funktioniert das, auch Dank der Massen-Medien, die eben nicht mehr frei und unabhängig von den Interessen des existierenden Wirtschaftssystems sind.
 
Eine Politik-Wende von Unten, durch die BürgerInnen, gilt deshalb für viele als völlig naive Annahme. Sie ist es auch, solange wir nicht das Gegenteil beweisen!

 

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