by Greenpeace and friends

Die Schönheit und der Ausdruck eines Kunstwerkes kann aus der Nachempfindung wiedergeschaffen werden, auch wenn das Original zerstört ist. Ein vergessener Klangakkord mag dem Komponisten wieder einfallen. Aber wenn das letzte Individuum einer Art von Lebewesen erloschen ist, dann müssen Himmel und Erde vergehen und wiedererstehen, ehe etwas Gleichartiges wieder zu atmen beginnt.

Charles W. Beebe, um 1900

Der Zauber der Biodiversität




Biosphere II

Biodiversität, die Artenvielfalt, ist mehr als die Vielfalt der bizarren Formen, ist noch viel mehr als die Schönheit der Natur. Die Vielfalt der Arten und ihrer Lebensräume, das Netz des Lebens, ist die magische Ingredienz, die den leblosen Stein im All in das verwandelt, was wir Heimat nennen: Planeten Erde

Wie kompliziert die Zusammenhänge im Ökosystem Erde tatsächlich sind, mußten jene Forscher erkennen, die versucht haben, das Netz des Lebens im Modell zu kopieren. "Erde 2", so wurde das Experiment genannt, sollte zeigen, wie Menschen auf großen Raumstationen oder am Mars leben könnten, in einem perfekten, geschlosseneen System, angetrieben nur von der Energie der Sonne. In einer riesigen Glaskuppel, die völlig von der Umwelt abgetrennt war, sollte ein stabiles Ökosystem aufgebaut werden.

Penibel studierten die Forscher natürliche Systeme und versuchten, sie zu imitieren. 3800 Pflanzen und Tiere und eine unbekannte Anzahl Mikroorganismen, scheinbar alles was dazu gehört, wurde in die Kuppel verfrachtet.  Dazu viel Hightech und Computerüberwachung.

Aber es war nicht genug! Die Kunstwelt Biosphere II konnte die Bionauten, die menschlichen Bewohner der Kuppel, nicht erhalten. Weder war genug Sauerstoff vorhanden, noch funktionierten die anderen Kreisläufe genügend gut. Das Experiment war gescheitert.  Das Netz des Lebens konnte nicht dicht genug gewebt werden. Es war eben doch nur ein kleiner Ausschnitt, nur ein zu kleiner Teil des Ganzen.

Heute glauben viele Experten, daß erst ein wesentlich größeres und vielfältigeres System sich selbst regulieren und erhalten kann.
Zumindest eines ist ja bekannt: Der Planet Erde selbst.

Doch nach wie vor gibt es jene, die sich fragen, ob und wozu man diese vielen Arten benötigt.

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