by Greenpeace and friends

Steuerleistung großer Firmen in Österreich 2003


Steuern erlauben der Politik zu steuern. Theoretisch!
Praktisch hat die neoliberale Wirtschaftsspolitik zu einer Reduktion der Steuerleistung von Konzernen geführt. Gemeinsam mit den  unglücklichen Maastricht Kriterien, die zur wirtschaftlichen Ohnmacht der Politik beitragen, ist damit das Wohlergehen der Gesellschaft fast völlig dem "freien Mark" übertragen. Dort aber regiert das Profitmotiv. Steuern zahlen für das Gemeinwohl - nein Danke! 

Die Liste der Firmen, denen es gelungen ist (offensichtlich ganz legal) weniger als 1 Promille ihres Gewinnes als Steuer zum gemeinwohl beizutragen:

 
Euro Gewinn (EGT) 
Euro Steuern 
AMAG rolling GmbH 
17.908.000,- 
0,- 
DO & CO Party-Service & Catering GmbH 
3.538.000,- 
0,- 
DuPont Performance Coatings Austria GmbH 
3405.000,- 
0,- 
Ericsson Austria GmbH 
3.114.000,- 
0,- 
Eybl Austria GmbH 
3.987.000,- 
0,- 
Eybl International AG 
2.666.000,- 
0,- 
Hewlett-Packard GmbH 
7.532.000,- 
0,- 
Immorent AG 
27.037.000,- 
0,- 
Mobil Oil Austria GmbH 
14.685.000,- 
0,- 
Mosburger GmbH 
6.726.000,- 
0,- 
Österreichische FernwärmegmbH 
7.968.000,- 
0.- 
Philips Austria GmbH 
49.324.000,- 
0.- 
PORR Projekt und Hochbau AG 
9.749.000,- 
0,- 
Salinen Austria AG 
8.625.000,- 
0,- 
Salzburger Aluminium AG 
6.548.000,- 
0.- 
STRABAG AG 
12.175.000,- 
0,- 
Verbund-Austrian Hydro Power AG 
46.307.000,- 
0,- 
Voestalpine Schienen GmbH 
4.333.000,- 
0,- 
Wolfgang Denzel AG 
4.426.000,- 
0,- 
Wienstrom GmbH 
46.047.000,- 
4.000,- 
Magna Steyr Metalforming AG 
16.341.000,- 
3.000,- 
Siemens SGP Verkehrstechnik GmbH 
9.090.000,- 
2.000,- 
AVL List GmbH 
8.357.000,- 
2.000,- 
voestalpine Stahl Donawitz GmbH 
5.578.000,- 
2.000,- 
Vogel & Noot Wärmetechnik AG 
10.215.000,- 
4.000,- 

 

Quelle der Daten: Steuerleistung der österreichischen Großbetriebe 2003, Bericht der AK Oberösterreich

Almosen für die Hungernden


Das Geldvermögen auf der Welt wuchs im Jahr 2004 um etwa 5.000 Milliarden Dollar. Aber nicht die Welt wurde reicher, sondern einige wenige. Die Hälfte dieses Gewinnes sammelte sich bei nur 0,12% der Weltbevölkerung.

Im gleichen Jahr gaben die Industriestaaten etwa 60 Milli­arden Dollar für Ent­wick­lungs­unterstützung aus. Im gleichem Jahr mussten die Ent­wick­lungs­länder mehr als 400 Milli­arden Dollar an Schulden­dienst an die Industrie­staaten überweisen.

Beim großen Gipfel im September 2005 wurde in der UNO dieses Unrecht angeklagt, und "großzügig" versprochen, bis 2010 nochmals 50 Milliarden Dollar für die Ärmsten aufzutreiben. Danke!

Die Armen und Hungrigen müssen sich weiter ge­dul­den. Der große Reichtum wird schon noch kommen. Wie lange wird die globale Party wohl noch friedlich abgehen?


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