by Greenpeace and friends

Grenzen des Fußabdrucks



Atomkraft beispielsweise hat einen scheinbar recht geringen Flächenbedarf, weil die Abermillionen Hektar, die im Falle eines Atomunfalles durch Verseuchung verloren gingen, nicht erfasst sind. 

Weitere Schwächen liegen bei "Giftigkeit" und anderen Langzeitfolgen: Bei Transportkosten etwa sind die Energie und der Flächenverbrauch für die Autobahnen sehr wohl einrechenbar, die Krankheiten durch Feinstaubemmissionen oder die Verkehrstoten werden aber nicht erfaßt.

Der Einsatz von Spritzmittel kann (kurzfristig) den Ertrag erhöhen, wirkt sich also rechnerisch günstig auf den Flächenbedarf aus. Das verseuchte Grundwasser und die Gifte in der Nahrung machen das aber alles andere als erstrebenswert.

Auch ist der Fußabdruck noch weitgehend "blind" gegenüber dem Wert der Artenvielfalt.  So ist der Anbau von einem Hektar Soja in der argentinischen Pampa einem Hektar Soja auf frisch gerodetem Amazonas-Boden gleich, obwohl letzterer ungleich höheren ökologischen Schaden anrichtet, in letzter Konsequenz zur Vernichtung des Amazonas beiträgt.

Diese Schwächen sind den ExpertInnen durchaus bekannt und an ihrer Überwindung wird gearbeitet.

Abschließend bleibt zu sagen, dass der ökologische Fußabdruck als Summenparameter viele wertvolle Einsichten vermittelt, besonders im Zusammenspiel lokal- global. Im Detail kann er eine vollständige Ökobilanz, eine Prüfung der sozialen Verträglichkeit und der  Gesundheitsfolgen natürlich nicht ersetzen.

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