Nichts auf der Welt ist so kraftvoll wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.

Victor Hugo
Lager 3, Stopfenreuther Au im Dez. 1984

Die herkömmliche Politik ist den Heraus­forderungen der Zukunft durch ihren Zwang zur Kurzfristigkeit nicht gewachsen.

Aber auch die in Sonntagsreden von Parla­ments­präsidentInnen und UN- General­sekretärInnen als wesentlicher Zukunftsakteur beschriebene Zivilgesellschaft kann in der heutigen Ausprägung nicht genügend gestalterische Wirkung entfalten.

Die Arbeitshypothese ist, dass eine richtungsgebende Wirkung (=politische Relevanz) der Zivilgesellschaft (der Einfachheit halber die Summe der aktiven NGOs) stark ansteigen wird, wenn sich die Akteure der Zivilgesellschaft über eine gemeinsame Vision und Richtung austauschen und gemeinsame Schritte unternehmen.

Dies ist insbesondere von Bedeutung, als der politische Einfluss von internationalen Konzernen und der weltweiten Geldwirtschaft einerseits, und der konservativen, antisolidarischen und nationalistischen „das-Hemd-ist-mir-näher-als-der-Rock-Politik“ unverhältnismäßig stark gestiegen sind.

Langsam nimmt ein kühnes Projekt Formen an: Für Menschen, die es satt haben, Tischgedecke auf der Titanic zu arrangieren, die es satt haben, den Versäumnissen der etablierten Politik hinten nachzulaufen. Menschen, die tagtäglich darum kämpfen, das wieder gut zu machen, was wirtschaftliche Gier und politische Ignoranz an Gemeingut zerstören.

Diese Menschen eint eine Absage an ein wirtschaftspolitisches Machtgefüge, das zwischenmenschliche Solidarität auf allen Ebenen untergräbt, das die natürlichen Lebensgrundlagen ausbeutet und zerstört, das Geiz und Eigensinn zum Motto erhebt, das Bildungs- und Gesundheitswesen totspart und den transnationalen Unternehmen unverschämte Gewinne zuschanzt.

Im Jahr 2006 haben sich VordenkerInenn aus verschiedenen Bereichen der Zivilgesellschaft zusammen geschlossen und die „Initiative Zivilgesellschaft“ ins Leben gerufen. Diese soll aktiven Menschen und ihren Organisationen mehr Gewicht geben und eine schlagkräftige Wirkform finden, die erlaubt, die „Größte gemeinsame Hoffnung“ in wirksame politische Handlungen zu übersetzen.

Die Initiative Zivilgeselslchaft versteht sich als Promotor der längst überfälligen Wenden, als Gewissen Österreichs/Europas/der Welt, als Anwalt der Zukünftigen, als Anwalt all derer, die auch heute schon zu kurz kommen.

Das alles mittelfristig natürlich nicht nur auf Österreich beschränkt, sondern in engster Vernetzung mit ähnlichen Initiativen in ganz Europa und darüber hinaus. Also auch als Fenster zur Welt, als Verbindung der lokalen und regional engagierten Menschen mit global agierenden NGOs.

Ein Plädoyer für ein neues Politikverständnis auch nachzulesen unter „Visionen statt Verwaltung“

Am 28./29. April 2017 findet die IZ+ZI-Klausur im Restaurant Heuberg https:/www.restaurant-heuberg.at/ statt

Die Initiative Zivilgesellschaft (www.initiative-zivilgesellschaft.at) und die Gemeinwohlökonomie (www.ecogood.org/de/) arbeiten daran,
die zukunftsorientierten, für gesellschaftlichen Wandel eintretenden
zivilgesellschaftlichen Kräfte zusammenzubringen in einer
gemeinsamen Bewegung.

1.Konferenz Zivilgesellschaft

Nach monatelangen Vor­ge­sprächen in der Gründer­Innen­gruppe wurde am 12. Jänner 2006 das erste offene Treffen veranstaltet. 38 TeilnehmerInnen von 35 Organisation gaben der GründerInnengruppe das Mandat, in die angedachte Richtung weiter zu arbeiten. Nach vielen inhaltlichen und organsiatorischen Ab­stim­mungs­sitzungen und drei weiteren Plenarsitzungen kam es am 6. und 7.Mai 2006 zur ersten „Konferenz Zivilgesellschaft“ 

Eingeladen waren alle Akteur­Innen der Zivilgesellschaft. Eines der Ziele der Tage war, die Zivilgesellschaftlichen Kräfte besser zu vernetzen, als Versuch, die „größte gemeinsame Hoffnung“ in wirksame Handlungen zu übersetzen. Die TeilnehmerInnen gaben der Initiativgruppe das Mandat, den Prozess in bewährter Offenheit weiter voranzutreiben und eine „Initiative Zivilgesellschaft“ zu begründen.

Hier findest du eine Zusammenfassung als Presseerklärung.

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Die Konferenzen Zivilgesellschaft

Die Berichte der Konferenzen seit 2006 finden sie
>hier